Archiv der Kategorie: Sexualität

Lebendigkeit in die „verkehrsberuhigte“ Partnerschaft bringen

Obwohl Sex ein großes Thema ist, wird sich in langjährigen Partnerschaften kaum noch oder gar nicht darüber ausgetauscht. Der versierte Sexualtherapeut Ulrich Clement aus Heidelberg hat in seinem neu aufgelegten Werk „Das indiskrete Fragebuch“ anregende Fragen zusammengestellt, die Paare ins Gespräch u.a. über Wünsche, Fantasien und Erfahrungen bringen. Schließlich ist Sexualität stets auch Kommunikation.
Ein bisschen Mut erfordert es den Partnern zunächst sicher ab, sich auf diese Weise einander anzuvertrauen, doch genau hierin liegen Reiz und Chance zu mehr Lebendigkeit in der partnerschaftlichen Sexualität. Sollte dieser Mut fehlen, kann dieses Buch auch für sich selbst genutzt werden.

In diesem Interview mit dem Deutschlandfunk berichtet der Experte für Paarberatung und Sexualtherapie mehr.

Lustlosigkeit? Mein aktueller Buchtipp.

Kaum gibt es irgendwo so zahlreiche Klischees wie in der Sexualität. Der ewig lustvolle Mann ist eines dieser stereotypen Vorurteile.
Männliche Unlust ist trotz deutlich zu verzeichnender Zunahme noch immer ein Tabu – für Mann und Frau. Viele Frauen in sexlosen Beziehungen erklären sich das sexuelle Desinteresse ihres Mannes mit der eigenen schwindenden sexuellen Anziehung, was oftmals zu starken Selbstzweifeln führt.
Dass die Wirklichkeit immer häufiger anders aussieht, zeigt die Autorin Weiner Davis in ihrem Buch „Lustlos. Was Frauen tun können, wenn er nicht mehr will.“  – mittlerweile in der fünften Auflage. Ziel der Autorin ist es, Frauen Mut zu machen, indem sie für das tabuisierte Thema sensibilisiert. Gleichzeitig erweitert Weiner Davis Ursachenerklärungen und zeigt Frauen praktische Wege auf, wie Nähe und Intimität wieder einen Platz in der Partnerschaft finden können.

Beziehungsunfähig? – Mein Buchtipp

Beziehungsunfähigkeit? Bindungsangst?

Für den Autor Friedemann Karig sind diese Aussagen lediglich Selbsttäuschung und/oder Vorwand.

Der sicherste Weg aus Untreue und Eifersucht ist für Karig die „Offene Liebe“. In seinem kürzlich publizierten Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ legt der Jungautor dar, wann Polyamorie eine Bereicherung und ein Ausweg aus „klassischer Einengung“ in Partnerschaft sein kann.

Dem Autor geht es dabei nicht um ein Pläydoyer zu beliebiger oder leichtfertiger Partnerschaft, sondern vielmehr um eine Beziehungspartnerschaft, in der Regeln der Treue und des Vertrauens neu ausgehandelt und definiert werden. Diese können und sollten seines Erachtens im Verlauf einer Beziehung, entsprechend veränderter Bedürfnisse und Situationen, neu aushandelbar sein. Geht es dem Autor doch gerade darum, starre Lebensmodelle infrage zu stellen. Das Buch kann damit Lesern Anhaltspunkte liefern, die eine „offene Beziehung“ führen möchten. 

Sicher, ein umstrittenes Werk, da diese Art der Beziehungsführung den Partnern ein Höchstmaß an Selbstwertgefühl, Gefühlsregulation und Disziplin abverlangt. Dennoch gelingt es dem Autor neue Perspektiven und Lebensmodelle auszuleuchten, anhand derer die eigene Denkrichtung hinterfragt werden kann.

Sex ist Kommunikation!

Sex ist die intimste Form von Kommunikation, die uns zur Verfügung steht.
Was Sex mit dem Wunsch nach Bestätigung, Leistungsansprüchen, „Porno-Kompetenz“, Seelenverwandtschaft, mit Begehren und Ablehnung zu tun hat, lesen Sie in diesem zeitlosen Artikel.

 

Worauf kommt es in gelingenden Partnerschaften an?

Warum verändern wir häufig unsere Einstellungen und Erwartungen im Verlauf einer Partnerschaft? Worum geht es Frauen in Beziehung genau? Wie lässt sich das Spannende und Leidenschaftliche auch über Jahre und Jahrzehnte in einer Paarbeziehung aufrecht erhalten? Wieso gelingt es auch in neuen Partnerschaften nicht, die eigenen Vorsätze umzusetzen? Warum ist Trennung häufig nicht die richtige Entscheidung? Was genau braucht es für eine dauerhaft zufriedene Partnerschaft?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Psychologie compact, u.a. in Interviews mit Experten aus Paarberatung, Paartherapie und Forschung.

Mein aktueller Buchtipp – für Paare, die ihrer Sexualität Schwung verleihen wollen

Damit im Verlauf einer Partnerschaft aus Lust nicht Frust wird, aus Leidenschaft nicht Langeweile braucht auch das Sexualleben Pflege und Aufmerksamkeit.
Statt eines Ratgebers zum Thema erfüllte Sexualität hat Ulrich Clement, Experte für Paarberatung und Sexualtherapie, ein indiskretes Fragebuch für Paare mit dem Titel „Think love“ verfasst.

Die Fragestellungen regen die eigene Kreativität an, machen Mut und nicht zuletzt auch Spaß. Die Unterscheidung des Autors zwischen Phantasien und Bedürfnissen eröffnet dabei neue und spannende Einblicke in die Sichtweisen des Partners und ist gleichzeitig entlastend. Weiterer willkommener Sideeffekt: Leser können sich selbst und ihre sexuellen Bedürfnisse (besser) kennenlernen und damit die Voraussetzung schaffen, diese auch zu leben. Denn nur wer seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle ausdrückt, erhöht deutlich die Möglichkeit, das jene auch Berücksichtigung finden. Wer sich anfangs schwer damit tut, dem bietet dieses Buch auch Platz für schriftliche Antworten.

 

 

Mein Serientipp: Was ist wahr, was ist wirklich?

Viele Paare kennen das: Streiten darum, wie es denn nun genau war; wer wann was genau gesagt, getan oder auch nicht getan hat. Ein nicht enden wollender Schlagabtausch, der in unzufriedenen Partnerschaften meist in Eskalationen oder Rückzug mündet.

in der Paarberatung und -therapie erlebe ich fast täglich die Mühe der Partner, sich gegenseitig von der jeweils eigenen Wahrheit und damit der „Verteilung“ von Schuld und Recht überzeugen zu wollen.
Die Entscheidung, was wesentlich ist und was nicht, unterscheidet sich jedoch von Mensch zu Mensch – wie es bereits der Kommunikationswissenschaftler und Philosoph von Glasersfeld in seinen Veröffentlichungen zum „Konstruktivismus“ betonte. Wie wirklich also ist unsere Wirklichkeit? Wenn Wirklichkeit stets nur konstruiert ist, was ist dann real? Ist alles nur eine Frage der Perspektive?

Die Psycho-Thriller-Serie „The Affair“ greift genau diese Fragen auf und zeigt dem Zuschauer eindrücklich, wie schwierig sich die Differenzierung von wahr und unwahr gestaltet. Sie lässt damit noch einmal auf andere Weise erfahren, was viele selbst kennen und erleben.
Aufgrund des grossen Erfolgs wurde die Serie um eine dritte Staffel erweitert, welche voraussichtlich im November diesen Jahres erscheinen wird. In diesem Artikel lesen Sie mehr.

Mein TV Tipp: Zum Thema Lust, Sex und Täuschung

Die Angaben dazu, wie oft Paare wöchentlich Sex haben, wie es um die Tiefe ihrer Gefühle und ihre Treue steht, entsprechen meist nicht der Realität.

Warum tun Menschen sich so schwer mit der Wahrheit, wenn es um ihr Liebesleben geht?

Eine aktuelle Dokumentation auf 3 Sat berichtet am kommenden Montag, den 18.04.2016 um 20.15 Uhr von einem außergewöhnlichen Experiment und enttarnt unter Einbezug neuester Forschungsergebnisse die häufigsten Sexlügen der Deutschen. 

Reinschauen lohnt sich!

Lust & Hingabe

Heutige Paarbeziehungen sind zunehmend auf Fairness, Gerechtigkeit und Ebenbürtigkeit ausgerichtet. Nahezu im direkten Widerspruch scheint dieses partnerschaftliche Werteprinzip zu Sex zu stehen. Sex, verstanden auch als totale Hingabe, Verführung, Dominanz, Besitzergreifung und Territorialität, verbunden mit temporäen Angst-, Unwiderstehlichkeits- und Allmachtsfantasien.

Lesen Sie hierzu mehr in diesem aufschlussreichen Interview mit dem Sexualtherapeuten und -forscher Ulrich Clement.