Erziehungsstil als Ideologie?

Paare sehen sich vor allem in Erziehungsfragen massiv unter Druck.
Was „richtige“ und „falsche“ Werte und Haltungen in der Kindererziehung sind, heizt im Alltag häufig Diskussionen zwischen den Partnern an und kann zu schwer auflösbaren Konflikten führen. Dies schlägt sich auch Paarberatung und Paartherapie deutlich nieder.

Bei allen Vorteilen, die es hat, dass die Wirkungen von Erziehungsmaßnahmen auf Kinder und Heranwachsende in den Fokus gerückt sind, so hart ist auch die elterliche „Verhandlung“, was für den Nachwuchs angemessen und förderlich ist.
Elternschaft steigert sich auch durch Debatten zu „Attachment Parenting“ nahezu zu einem politischen Objekt. Attachment parenting wurde von dem Kinderarzt und Forscher im Bereich Kinderheilkunde Sears vor ca. 25 Jahren in den USA begründet. Sears hebt eine positive, sichere Bindung zwischen Kindern und Eltern als wichtigste Voraussetzung für ein emotional gesundes Heranwachsen hervor. Hierfür bedarf es von Eltern ein maximales Eingehen auf kindliche Bedürfnisse. Gleichzeitig auf die Belange aller Familienmitglieder einzugehen und dabei die eigene Entwicklung ausreichend zu berücksichtigen, führt unweigerlich zu Verunsicherung, Überforderung und nicht zuletzt wiederkehrenden Verhandlungsanforderungen.
In diesem Artikel lesen Sie mehr zu diesem umfassenden Thema.

Eltern sollten wieder mehr an sich denken

Bei dem herrschenden hohen Erwartungsdruck an Eltern, vergessen diese immer öfter sich selbst. Erschöpfte, überforderte Eltern sind keine Seltenheit mehr. Im Gegenteil, entspannte Eltern bilden inzwischen die Ausnahme.

Interessante Einsichten einer jungen Mutter zu diesem Thema lesen Sie in diesem Artikel.

Mithilfe im Haushalt als Liebesbeweis

Eines der häufigsten Streitthemen in Partnerschaften ist neben Kindererziehung und Sexualität die Haushaltsführung.
Eine umfangreiche neue Forsa-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 78% der Befragten in diesem Lebensbereich ihrer Beziehung Konflikte erleben. Bei mehr als einem Drittel findet mindestens einmal im Monat, bei 11% wöchentlich Streit darüber statt.

Die Studie zeigt außerdem auf, dass gemeinsame Hausarbeit genauso wichtig für die Paarzufriedenheit ist wie die gemeinsam verbrachte Freizeit.

Was passiert, wenn ein Partner sich nur unzureichend an der Hausarbeit beteiligt? Warum erscheint Druck oft als einziges Mittel zur Problemlösung und warum kann Hausarbeit als Liebesbeweis gelten?
Antworten darauf und weitere aufschlussreiche Befunde der Studie lesen Sie hier.

Mein Buchtipp – für mehr Humor in der Partnerschaft

Eine Prise Humor ermöglicht es Paaren den Alltag und seine Herausforderungen immer mal etwas leichter zu nehmen, schneller aus kleineren Konflikten auszusteigen und eine gewisse Distanz zu Problemen zu wahren.
Eine echte Hilfestellung sind dabei auch diese Comics von Peter Gaymann.

Lachen Sie mal wieder zusammen!

Scheidungsrate sinkt

Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Anzahl an Ehescheidungen weiterhin jährlich sinkt. Bei eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften hingegen steigt die Anzahl der Aufhebungen.

In diesem informativen Artikel lesen Sie mehr über diese Entwicklungstrends.

Stressfrei mit Kindern in den Urlaub fliegen

Eltern kennen es gut: Der Start in die Familienferien ist oftmals alles andere als entspannt. Ein Flug an das ersehnhte Urlaubsziel kann schon im Vorfeld für Magengrummeln sorgen und währenddessen zu einer nervlichen Belastungsprobe werden.
Wie Sie möglichst entspannt mit Kindern in den Urlaub kommen, lesen Sie hier:

Frühzeitige Abwägung und Vorausplanung

Wägen Sie vor einer Flugbuchung oder damit zusammenhängenden Reise ab, ob eine Flugreise für Sie und Ihre Kinder tatsächlich das Richtige ist.
Wie alt sind Ihre Kinder und wie hoch ist aus Ihrer Erfahrung deren Bewegungsdrang? Welche Erfahrungen haben Sie bislang gemacht, auch bezogen auf Ihre eigenen Stressreaktionen in ähnlichen Situationen?
Sind eine Reise in einem Campervan, ein Strandurlaub an der Ostsee, Ferien auf dem Bauernhof oder eine Reise in eine Ferienanlage, wie z.B. Centerparcs, eventuell (noch) passender?
Je sorgfältiger Sie diese Fragen für sich abwägen und Ihre Erfahrungen nutzen, desto sicherer ist auch ein entspannter Start in den Urlaub. Dieser setzt nicht nur einen Startpunkt in die gemeinsame Zeit, sondern kann auch entscheidenden Einfluss auf den gesamten Verlauf der Familienferien haben.
Bei frühzeitiger Planung und Buchung lässt sich zudem eine Menge Geld sparen.
Blog Paarconsulting Urlaub mit Kindern

Bequeme und flexible Kleidung
 
Die Kleidung für Ihre Kinder sollte bequem sein, denn eine zu enge oder kneifende Hose kann lästig werden. Vor allem dann, wenn man lange still sitzen muss.
Wichtig ist zudem flexible Kleidung, im bekannten „Zwiebel-Look“. Mehrere Lagen dünner Kleidung ermöglichen eine unkomplizierte Anpassung an oft schwankende Termperaturen durch Klimaanlagen in Flughafengebäuden, Transferbussen und Fliegern.
 
Essen & Trinken vor und während des Fluges
 

Ernährungswissenschaftler weisen wiederholt darauf hin, dass Sie für sich und Ihr Kind auf fettreiches Essen vor einem Flug verzichten sollten, da dieses deutlich länger für die Verdauung benötigt und Magen und Darm bei einem Flug noch zusätzlich beschwert. Leichte Mahlzeiten hingegen sind die beste Grundlage für einen entspannten Flug.
Auf sehr kalte Getränke sowie Getränke mit Kohlensäure sollten Sie ausserdem verzichten. Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßte Früchte- und Kräutertees oder Fruchtsaftschorlen sind die besten Durstlöscher und vermeiden Bauchkneifen, welches ein Stillsitzen für Ihre Kleinen noch schwerer macht.

Ohrendruck bei Start und Landung

Beim Starten und Landen können Schnuller, Trinkflaschen und je nach Alter des Kindes auch Bonbons oder Kaugummis dabei helfen, den Druck auf den Ohren auszugleichen. Auch ein Meersalznasenspray oder Nasenöl können hilfreich sein, insbesondere bei kleinen „Rotznasen“, die mit einer Erkältung in den Flieger steigen.
 

Für Beschäftigung sorgen

Langeweile nervt? Nicht nur die Eltern.
Sie können schon im Vorfeld prüfen, welche Angebote Ihre Airline speziell für Kinder macht und sich informieren, welche Medienangebote Ihrem Kind während der Reise zur Verfügung stehen. Malblock und -stifte, kleine Steck- oder Kartenspiele gehören auf jeden Fall ins Reisegepäck.

Wenn möglich, reservieren Sie einen Fensterplatz. Der Ausblick aus dem Flugzeugfenster ist nicht nur während Start und Landung für Ihre Kinder interessant. Bei guter Sicht haben Sie gemeinsam die Möglichkeit Inseln, Bergketten und Städte zu sehen. Diese Ausblicke lenken Ihre Jüngsten nicht nur ab, sondern können auch jede Menge Gesprächsstoff bieten. Was ist der Unterschied zwischen Inseln oder Halbinseln? Wieso sind die Alpen so hoch? …
Ein weiterer Vorteil eines Festerplatzes, welcher sich für Eltern bewährt: Ihre Kinder können nicht so schnell unbemerkt von ihrem Sitzplatz verschwinden wie auf einem Gangplatz.

Bei manchen Fluggesellschaften empfiehlt sich eine Platzreservierung vor dem Check in am Flughafen, da Fensterplätze sehr beliebt und schnell ausgebucht sein können. Nutzen Sie Möglichkeiten der Onlinereservierung. Zeitweise können Reservierungen mit Kosten verbunden sein, bei zahlreichen Ferienfliegern ist eine Sitzplatzreservierung jedoch im Flugpreis enthalten.

Ich wünsche Ihnen eine schöne, sonnenreiche Urlaubszeit!

Aufgabenteilung und Ordnung gehören zu den häufigsten Streitthemen in Paarbeziehungen

Kindererziehung, Finanzen und Sexualität gehören zu den häufigsten Paarkonflikten.
Neben diesen Themen ist es außerdem die Aufgabenteilung, welche Paare in Streit geraten lässt. Diese ist in einer Paarbeziehung oftmals eng an das Empfinden der Partner von Fairness und Gerechtigkeit geknüpft und hat damit besondere Brisanz.

Sich ernsthaft, mit „Zeit am Stück“, über eine gerechte Aufgabenteilung mit dem Partner auszutauschen – nicht nur ausgelöst durch Konflikte und damit im Streit  –  versäumen viele Paare. Stattdessen haben die Partner das Gefühl, immer häufiger in Stress über das Thema zu geraten und zu keinen praktischen Lösungen zu kommen. Der Frust ist dann meist vorprogrammiert und mit ihm sinkt die Gesprächs- und Kompromissbereitschaft.

Nicht selten sind auch unterschiedliche Auffassungen von Ordnung ein Grund für wiederholte und erschöpfende Streitigkeiten. Ein Austausch ist hierüber ebenfalls unerlässlich. Das Vorhaben, den Partner dabei von der jeweils eigenen Sichtweise überzeugen zu wollen, ist jedoch in den allermeisten Fällen vergebens. Machen Sie stattdessen gemeinsam eine Liste, in welchen Bereichen sich wer von Ihnen welche Veränderungen wünscht und sprechen Sie über Ihre jeweiligen die Bedürfnisse – ohne die des anderen abzuwerten.
Ist eine Bestandsaufnahme erfolgt, können Sie zwei Bereiche in Haus /Wohnung festlegen, die Sie gemeinsam „umkrempeln“ oder auch bewusst unverändert lassen wollen. Kompromisse sind auch hier Voraussetzung. Eine Einteilung der gemeinsamen Lebensräume in „Inseln“ (z.B. Abstellraum, Küchentresen, Flurgaderobe, Kleiderschrankhälften) kann dabei unterstützen, (neu) besprochene Regeln zu akzeptieren und im Alltag einzuhalten. Behalten Sie dabei die Fairness im Blick!

Wenn Sie das alltägliche Wohnchaos satt sind und nach praktischen, inspirierenden Lösungen suchen, kann das Buch „Aufgeräumt“ von Rebecca Winward zusätzlich clevere Ordnungsideen liefern.
Einfach anfangen – statt weiter streiten!

Blog Paarconsulting Ordnung Symboldbild

Trennung ohne Verlierer?

Bis ein Paar oder zumindest ein Partner sich zu einer Trennung entschließt, ist in den meisten Fällen Vieles vorausgegangen. Streithäufigkeit und -intensität steigerten sich hin bis zu täglichen Auseinandersetzungen, oft aufgrund von Banalitäten. Tagelanges Schweigen, wiederholte Verletzungen, Enttäuschungen oder zusätzliche Kränkungen…. Nicht selten streiten Paare bis zur totalen Erschöpfung. Beide Partner finden den Ausstieg aus den zermürbenden Eskalationsspiralen nicht, bevor beide Seiten verbal oder sogar körperlich gedemütigt wurden. Es geht nur noch um Recht oder Unrecht, um Macht und Ohnmacht oder die Vermeidung von Gesichtsverlust vor dem anderen um jeden Preis.
Trennung oder Scheidung scheint –  neben einer häufig deutlich zu spät begonnenen Paarberatung oder Ehetherapie – der einzige Ausweg.
Wie aber ist diesen Paaren eine faire Trennung – wenigstens den Kindern zu liebe – möglich? Kann eine Trennungsberatung dabei unterstützen, zumindest als Elternpaar in Würde auseinanderzugehen? Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Spiegelausgabe.

 

Die Vielfältigkeit von Trauer

Einen geliebten Menschen zu verlieren löst in den meisten Fällen einen sehr schmerzhaften Trauerprozess aus. Aber auch eine Trennung und Krankheit, wie z.B. Demenz eines Elternteils,  Partners oder guten Freundes, bedeuten Verzweiflung und Trauer.
Trauer wird ganz individuell erlebt, durchlebt und bewältigt. Wie unterschiedlich sie verlaufen und sich ausdrücken kann, zeigt dieser aktuelle Artikel.