Gehen oder bleiben?

Die Entscheidung, ob man sich aus einer langjährigen freundschaftlichen, partnerschaftlichen oder familiären Beziehung lösen will, ist alles andere als einfach.
Zahlreiche Menschen suchen dabei Unterstützung in Beratung oder Coaching.

Abgesehen davon, dass Entscheidungen mit einer solchen Tragweite Prozesse darstellen – sind sie kompex und weisen oftmals einen Zusammenhang mit unterbewussten Mustern auf. Lesen Sie mehr dazu in dieser aktuellen Ausgabe der ZEIT Wissen.

Veränderung: Wie Sie gewohnte Wege verlassen

Grundlegende Veränderungen im Leben brauchen nach einem ernsthaften Beschluss, Beharrlichkeit, Zuversicht und nicht zuletzt Mut.
Doch oft sind es diffuse Ängste, hartnäckige Trägheit und die alten, bequemen Muster, die dafür sorgen, dass Beschlüsse nicht umgesetzt werden. Schließlich bleibt doch alles so wie es ist. Laue Versuche werden wieder zu den Akten gelegt, Frust und Resignation nehmen zu.

Sind Sie dauerhaft unzufrieden oder gar verbittert darüber, wie Sie gerade Ihr Leben führen? Leben Sie in monotonen, leblosen Alltagsroutinen, finden den Ausstieg aus einem zermürbenden Job, einer chronisch energieziehenden Freundschaft oder einer unglücklichen Partnerschaft nicht? Fehlen Ihnen die Zuversicht und Energie für wirkliche Veränderungen?

Im aktuellen Themenheft Psychologie heute Compact zum Thema „Veränderungen“ finden Sie zu diesen Fragen eine Zusammenstellung anregender Artikel. Vorgestellt werden u.a. Strategien, mit denen es gelingen kann, Automatismen zu überwinden, wie beispielsweise eine alte Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen.
Bei der Umsetzung von Neuem sind oftmals Visionen und klare Zielvorstellungen von entscheidender Bedeutung. Mit angeleiteten Gedankenexperimenten finden Leser auch dabei erste Hilfestellungen. Lesen Sie in der aktuellen Comapctausgabe des Weiteren, warum eine Trennung oftmals ein wichtiger Schritt zu persönlicher Entwicklung ist.

Gute Vorsätze? Mein Lesetipp.

Vorsätze fassen manche Menschen täglich, andere nach einschneidenden Erlebnissen. Selten jedoch werden so zahlreiche Vorsätze gefasst wie zum Jahreswechsel. Doch warum gelingt eine Umsetzung solcher Vorhaben so selten?

Wie Sie Ihre Pläne und Wünsche (häufiger) realisieren, können Sie in der aktuellen Ausgabe der Psychologie heute lesen.

Ich wünsche allen meinen Blogleser*innen ein gesundes, glückliches und buntes Jahr 2018!

 

Die Kluft zwischen Erwartung und Wirklichkeit ist zu Weihnachten besonders hoch

Kaum jemand in unseren Breitengraden, verbindet mit Weihnachten nicht Zeit für Familie und die Liebsten, den Wunsch nach Harmonie und Besinnlichkeit. Erfahrungsgemäß ist es jedoch genau diese, oftmals überhöhte Erwartungshaltung, die an den Festtagen enttäuscht wird.

Statt eines besinnlichen Jahresausklangs, ist gerade der Dezember ein Monat, in dem bei vielen Menschen Hektik, Stress und Frust überwiegen. Jahresabschlüsse in den Unternehmen, Strategieplanungen für das kommende Firmenjahr, oft mehr als zwei oder drei Weihnachtsfeiern, Weihnachtsaufführungen und Bastelnachmittage in Kitas und Schulen, überfüllte Geschäftsstraßen und der Druck, rechtzeitig die passenden Geschenke für die Familie, Freunde und Kollegen zu besorgen… Jeder Aspekt für sich stellt noch kein Problem dar, doch es ist die Häufung an Ereignissen, welche nicht selten dazu führt, dass gerade in den letzten Wochen des Jahres die Nerven Vieler blank liegen.

Das Stresshormon Cortisol, welches in der Hirnanhangdrüse bei Belastungen und Hektik produziert wird, macht uns zwar kurzfristig leistungsfähiger, lässt aber auch schneller gereizt und missmutig reagieren. Gab es in einer Paarbeziehung oder Familie schon vorher Probleme, können diese durch das unleidliche Verhalten deutlich(er) hervortreten. Streit und Konflikte, teils Eskalationen, sind praktisch vorprogrammiert. Es ist somit alles andere als verwunderlich, dass die Nachfrage nach Eheberatung und Paarberatung nach den Festtagen und zu Beginn des neuen Jahres beträchtlich steigt.

Stress in der Weihnachtzeit vermeiden. Wie?

  • Wesentlich ist vor allem, sich bewusst zu machen, das besinnliche Vorweihnachts- und Festtage in den meisten Fällen unrealistisch und nur schwer zu realisieren sind. Dieses Wissen und die damit einhergehende realistische Erwartung schützen Sie vor Erwartungsenttäuschungen. Mit einer entspannteren Einstellung ist die „Leitung“ meist schon deutlich „länger“.
  • Gemeinsame Vorausplanungen ermöglichen, notwendige Erledigungen und Einkäufe schon im Vorfeld aufzuteilen. Planen Sie genau, wann, wer, wo, was erledigt. Besprechen Sie außerdem miteinander, was eventuelle Schwierigkeiten bei der Umsetzung sein könnten und wie Sie damit umgehen könnten. Ein Plan B schadet nicht, sondern rüstet Sie für Notfälle.
    Die Zeit für Streit, Schmollen und Versöhnen nimmt erfahrungsgemäß viel mehr Zeit in Anspruch als eine gute Absprache.
  • Mit Weihnachten verbundene Vorstellungen und Wünsche können sich ändern. Auch hier gilt der Austausch miteinander als Schlüssel.
    Beachten Sie: Nicht alle Probleme sind im Sinne von „win-win“ lösbar. Wichtig ist es aber, bei der Entwicklung von Lösungen auf die faire Ausgewogenheit zu gunsten des einen und des/der anderen zu achten.
  • Setzen Sie Prioritäten. Sie können auch mal eine Weihnachtsfeier auslassen und bei Zeitnot Stollen und Plätzchen in einer Bäckerei kaufen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Partner und Ihrer Familie über Geschenke, denn sie sind häufig ein heikles Thema. Beschließen Sie gemeinsam zum Beispiel die Anzahl der Geschenke zu reduzieren. Es ist die Geste die zählt. Dies frühzeitig auch Kindern zu vermitteln, ist eine echte Kompetenz. Viel wichtiger als stundenlange Suche nach Geschenken ist die gemeinsam verbrachte Zeit in den Vorweihnachtswochen. 
  • Rituale gehören zu den Festtagen. Doch sie können über die Jahre auch fade oder bedeutungslos werden. Bringen Sie den Mut auf,  bisherige Abläufe (leicht) abzuändern oder die Festtage mal auf gänzlich andere Art zu verbringen. Allein die Planungen hierzu können Lebendigkeit und Freude bedeuten. Oft macht es auch den Kindern Spaß, Neues auszuprobieren, kleine oder erweiterte Aufgaben zu übernehmen und damit zum Fest beizutragen. Gemeinsam Ideen zu sammeln, steigert zudem die Kreativität.
  • Überfrachten Sie die Festtage nicht mit Terminen, denn Freizeitstress ist alles andere als erholsam. Auch hier bewährt sich eine Vorausplanung.

Ich wünsche all meinen ehemaligen und aktuellen Klienten sowie meinen Bloglesern eine unbeschwerte, bunte Weihnachtszeit!

 

 

 

 

 

 

 

Mein Theatertipp für die Vorweihnachtszeit

Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist fast allen bekannt. Die moderne Fassung von den beiden Schauspielern Ehnert und Bader fasst geschickt aktuelle Bezüge in die Geschichte ein – und das jedes Jahr auf´s Neue. Auch bei Version 2017, die seit Ende November in Hamburg und anderen Bühnen Deutschlands aufgeführt wird, handelt es sich um ein Erlebnis der besonderen Art.

Weiterführende Informationen und Tickets erhalten Sie hier.

Mein Buchtipp: Erziehungsstress Smartphone

Der Umgang mit Smartphones ist im heutigen Familienleben zu einem der häufigsten Streitthemen avanciert.
In diesem aktuellen Ratgeber finden Eltern hilfreiche Anregungen und konkrete Tipps zum Umgang mit Tablets und Smartphones im Familienalltag.

Mein Buchtipp für Paare, die ihre Sexualität beleben wollen

Sexualität gehört zu einem der wichtigsten Themen in der Paarberatung. Zusätzlich zur Beratung möchten Paare über Bücher zum Thema Partnerschaft und Sexualität neue Impulse gewinnen. Ein Buch, das sich bewährt hat: Make more love: Ein Aufklärungsbuch für Erwachsene.

Nach Hennings erfolgerichem Aufklärungsbuch für Jugendliche und junge Erwachsene „Make love“ entlavt die Sexologin mit dieser Veröffentlichung zahlreiche Vorurteile, weckt auf einfühlsame und respektivolle Art und Weise Neugier, reduziert Scham und macht Mut. Nicht zuletzt zeigen die ästhetischen Fotos in diesem Band, dass Sex auf zwischen reifen Paaren leidenschaftlich sein kann. Blättern Sie doch mal rein.

 

Erziehungsstil als Ideologie?

Paare sehen sich vor allem in Erziehungsfragen massiv unter Druck.
Was „richtige“ und „falsche“ Werte und Haltungen in der Kindererziehung sind, heizt im Alltag häufig Diskussionen zwischen den Partnern an und kann zu schwer auflösbaren Konflikten führen. Dies schlägt sich auch Paarberatung und Paartherapie deutlich nieder.

Bei allen Vorteilen, die es hat, dass die Wirkungen von Erziehungsmaßnahmen auf Kinder und Heranwachsende in den Fokus gerückt sind, so hart ist auch die elterliche „Verhandlung“, was für den Nachwuchs angemessen und förderlich ist.
Elternschaft steigert sich auch durch Debatten zu „Attachment Parenting“ nahezu zu einem politischen Objekt. Attachment parenting wurde von dem Kinderarzt und Forscher im Bereich Kinderheilkunde Sears vor ca. 25 Jahren in den USA begründet. Sears hebt eine positive, sichere Bindung zwischen Kindern und Eltern als wichtigste Voraussetzung für ein emotional gesundes Heranwachsen hervor. Hierfür bedarf es von Eltern ein maximales Eingehen auf kindliche Bedürfnisse. Gleichzeitig auf die Belange aller Familienmitglieder einzugehen und dabei die eigene Entwicklung ausreichend zu berücksichtigen, führt unweigerlich zu Verunsicherung, Überforderung und nicht zuletzt wiederkehrenden Verhandlungsanforderungen.
In diesem Artikel lesen Sie mehr zu diesem umfassenden Thema.