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Erwägung

(Erich Fried)

Ich soll das Unglück
das ich durch dich erleide
abwägen
gegen das Glück
das du mir bist

Geht das nach Tagen
und Stunden?
Mehr Wochen
der Trennung
des Kummers
des Bangseins nach dir
und um dich
als Tage des Glücks

Aber was soll das Zählen?
Ich habe dich lieb

Mein Buchtipp – Zum Thema Veränderungen

Ein Neuanfang ist alles andere als einfach. Und vom Verstand her wissen die meisten: Von nichts kommt nichts. Dennoch stehen diesem Wissen oftmals diffuse und starke Gefühle gegenüber. In der Folge arrangieren sich Viele mit dem grundsätzlich Vertrauten und geben sich mit faulen Kompromissen zufrieden.

Um tatsächlich aus alten Mustern auszubrechen, ist es hilfreich, deren Ursprung besser zu verstehen. Dieser aktuell erneut erschienene Ratgeber mit zusätzlichem Online-Arbeitsmaterial kann Sie dabei unterstützen.

Fernbeziehung: Hin- und hergerissen

Die Jobsuche beschränkt sich zunehmend nicht mehr nur auf den regionalen Bereich. Vor allem junge Paare, nutzen nach Abschluss von Ausbildung und Studium immer häufiger jede Gelegenheit für einen aussichtsreichen Berufseinstieg oder internationale Berufserfahrungen. Zudem lernen sich durch die überregionale und globale Ausrichtung zahlreicher Unternehmen immer mehr Paare kennen und lieben, die an verschiedenen Standorten beruflich tätig sind. Für fast alle ist das Eingehen einer Fern- oder Pendelbeziehung ein Schritt in die Ungewissheit und die Partner fragen sich, ob ihre Beziehung zueinander auch auf Dauer über die Ferne Bestand haben wird.

Erkenntnisse aus der Forschung

Zunächst, so zeigen soziologische Untersuchungen (z.B. Feldhaus & Schlegel, 2013), hat die berufliche Mobilität keinen wesentlichen negativen Effekt auf die Qualität der Beziehung und das Verbundenheitsgefühl der Partner.
Obwohl das Stresslevel dieser Paare oft sehr hoch ist,  profitieren Frauen bei berufsbedingten Fernbeziehungen vor allem in ihrem Autonomieempfinden innerhalb Partnerschaft. Für Männer werden die positive Effekte auf die Partnerschaftszufriedenheit nach der Familiengründung deutlicher. Durch die geringere Einbindung in Haushalt und Kindererziehung scheint ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfacher zu gelingen.
Weitere Studien wie z.B. von Stutzer & Frey (2008) verdeutlichen jedoch, dass längerfristiges Pendeln oftmals in ein geringes subjektives Wohlbefinden der Partner mündet. Wie sich andeutet, es ist stets von mehreren Faktoren abhängig, ob ein Paar von den Chancen berufsbedingter Mobiliät profitiert oder durch die damit zusammenhängenden Herausforderungen an die Grenzen des „Machbaren“ kommt.

Beobachtungen aus der Praxis

Meiner Erfahrung zufolge kommen Paare oft nach ca. zwei Jahren an das Limit ihrer Belastbarkeit durch das berufliche Pendeln eines Partners. Die Partner kommen dann nicht umhin eine Entscheidung miteinander auszuhandeln, was alles andere als einfach sein kann. Erhöhte Schwierigkeiten bei einer für beide Seiten fairen Entscheidung zeigen sich vorwiegend dann, wenn die Kinder bereits schulpflichtig sind, ein Partner an seinem Heimatort sehr verwurzelt ist oder eine enge Verbindung zu den (älter werdenden) eigenen Eltern gewünscht wird.

So manches Paar gerät hier in Streit und nicht endende Diskurse. Argumente treffen auf Gegenargumente und dabei drehen sich die Partner im Kreis, ohne zu einer Lösung zu kommen. In einigen Fällen kommt der Zeitdruck für eine Entscheidung hinzu, wie z.B. ein endendes Arbeitsverhältnis oder die anstehende Anmeldung der Kinder in der Schule.

Blog Paarconsulting Tauziehen

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Erste Empfehlungen für Paare

Paaren ist zu empfehlen, zunächst eine Entscheidung in den Hintergrund zu stellen.  Zuerst sollten sich die Partner statt über die Argumente – welche wahrscheinlich schon wiederholt besprochen wurden – über die Emotionen und Bedürfnisse auszutauschen, die mit der aktuellen Entscheidungssituation für jeden zusammenhängen. Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit jeder (noch) dazu bereit ist, sich tatsächlich auf den anderen einzustellen; das heißt, erst einmal nur zuzuhören, was den anderen beschäftigt, ohne den aussichtslosen Versuch dessen Bedenken „wegzuargumentieren“. Erst wenn es den Partnern auf diese Weise gelingt, mehr Verständnis füreinander zu entwickeln, ist die Basis für eine möglichst faire Entscheidung gegeben. In vielen Fällen entsteht die Bereitsschaft, sich auf den Partner einzustellen und seine Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt zu rücken, erst dann, wenn sich beide vom jeweils anderen ernst genommen fühlen und der Eindruck entsteht, dass sich der andere besser in die eigene Lage zu versetzen bereit ist.

Nicht zuletzt ist es den Partnern durch die konstruktive Kommunikation und eine damit zusammenhängende geringere Stressbelastung möglich, bei der Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten kreativer zu sein. Die Stressforschung zeigt eindrücklich, dass die Kreativitätsleistung gestresster Menschen deutlich eingeschränkter ist. Vielleicht also ergeben sich in einem wohlwollenden, zugewandten Gespräch sogar neue Optionen, die ein „entweder – oder“ aufbrechen.
Hilfreich ist es während einer Problemlösung auch, darauf zu schauen, wie die Bedürfnisse beider Partner ausreichend berücksichtigt werden können – trotz der Notwendigkeit der Entscheidung für eine Lösung.

Gedanken & Einsichten

Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.

(Albert Einstein)

Mein Buchtipp für Paare mit Kindern: Mut und Entschlossenheit zur Trennung

In meiner Praxis begegnen mir regelmäßig Menschen, welche die Entscheidung, sich von ihrem Partner zu trennen nach langem Prüfen und Abwägen bereits getroffen haben. Doch oftmals sorgen sie sich um die gemeinsamen Kinder, das schlechte Gewissen bremst sie immer wieder und es fehlt der letzte Mut die längst getroffene Entscheidung mit allen Konsequenzen umzusetzen. 

Dieser hilfreiche Ratgeber und Trennungswegweiser für Paare mit Kindern bezieht sowohl die Kommunikation zwischen den Ex-Partnern, gemeinsame Problemlösungen als Eltern sowie praktische Tipps aus aktuellen Forschungsbefunden und von erfahrenen Fachleuten mit ein.

Da der Schritt zur Trennung stets ein existentieller und hochemotionaler Veränderungsprozess für alle Beteiligten ist und Entschlossenheit erfordert, kann eine zusätzliche Entscheidungsberatung oder Trennungsberatung sehr hilfreich sein.

 

Mein aktueller Buchtipp

Ist es bei Entscheidungen ratsamer eher dem Verstand oder den Gefühlen zu folgen?
Und warum ist es so schwierig, sich selbst zu ändern?

Wer fundierte Antworten auf diese vertrauten Fragen sucht, dem ist dieses neu aufgelegte Sachbuch von Gerhard Roth zu empfehlen. Es stellt aktuelle Erkenntnisse zur Entstehung und Veränderung der Persönlichkeit vor und zeigt, wie sich diese praktisch nutzen lassen.
Dem Neurobiologen und Philosophen Roth ist es dabei gelungen, die Forschungsbefunde zu Fragen der Entscheidungsfindung wie auch eigenen Verhaltensveränderung klar und verständlich zu schildern. Schließlich finden sich in seinem Werk Einblicke in psychologische und neurobiologische Erkenntnisse zu Fragen von Erziehung, Personalverantwortung, Coaching und Therapie.


Eltern im Entscheidungsstress

Die Ergebnisse einer aktuellen forsa-Umfrage für die Zeitschrift „Eltern“ belegen nun, was viele Eltern bereits täglich erfahren: Es ist nicht mehr nur die Balancierung zwischen beruflichen und familiären Anforderungen, die stresst. Insbesondere die enorm hohen Ansprüche der Eltern an sich selbst setzen sie unter Stress. Mütter und Väter wollen in allen Lebensbereichen nahezu perfekt sein: Erfolgreich im Job; verlässlich, konsequent und liebevoll als Eltern sowie tolerant und achtsam in der Partnerschaft.

An der Studie nahmen im letzten Jahr circa tausend Eltern mit Kindern bis zum zwölften Lebensjahr teil. Drei Viertel der befragten Frauen und zwei Drittel befragten Männer sind der Auffassung, ihrer Rolle als Eltern nicht ausreichend gerecht zu werden. Besonders groß ist die Unsicherheit in Bezug auf Entscheidungen, da hier oft die „Qual der Wahl“ an der Tagesordnung ist.

Eltern scheint bei der zunehmenden Angst vor einer falschen Entscheidung häufiger als noch vor 30 Jahren vor allem das Selbstvertrauen zu fehlen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und eine innere Gelassenheit zu entwickeln. Gründe dafür sind unter anderem täglicher Zeitdruck und die hohen Leistungsanforderungen unserer Gesellschaft.

Lesen Sie in diesem aktuellen Artikel mehr.

 

 

Mein Buchtipp: Neuanfang und Veränderungen wagen

Warum mit der aktiven Bewältigung von Herausforderungen oder der Umsetzung von Vorsätzen noch bis zum Jahreswechsel warten?

Wie es Ihnen gelingen kann, berufliche Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, wie z.B. den Verlust des Arbeitsplatzes oder den Wunsch nach beruflicher Neuorientierung umzusetzen, zeigt dieses Buch. Hierin finden sich Anregungen zu ersten konkreten Schritten und wie sich Stolpersteine vermeiden lassen. Der übersichtliche Ratgeber gibt jedoch auch Impulse für Krisen im privaten Lebensbereich, wie Scheidung / Trennung oder um den Umgang mit Krankheit. Zudem erfahren Leser, wie Sie Ihr eigenes Selbstvertrauen stärken und sich ermutigen können, eigenverantwortlich zu handeln und zu entscheiden.

Eindrücklich zeigt die Autorin Sybille Tobler, dass es möglich ist auch an schmerzlichen Veränderungen persönlich zu wachsen.

 

 

 

Die richtige Entscheidung treffen – nur wie?

Wir alle treffen täglich Entscheidungen. Unsere Wahlmöglichkeiten und damit auch unsere Entscheidungsfreiheit sind in den letzten Jahrzehnten immens gestiegen. Doch diese Freiheiten führen oftmals auch zu Entscheidungsdruck und Unsicherheit. Durch eine Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten steigt auch die Angst vor Fehlentscheidungen und deren Konsequenzen. Widersprechen sich Gefühl und Verstand, Herz und Kopf, sind oft innere Konflikte und zielloses Gedankenkreisen die Folge.
Psychologische Studien zeigen, dass eine hohe Auswahl an Möglichkeiten die Zufriedenheit und das Wohlbefinden negativ beeinflussen. Die Gründe hierfür sind nicht umfassend geklärt. Ebenso umstritten ist in der Forschung noch, wie wir die „richtige“ Entscheidung treffen können.

Erste Befunde zeigen, dass Menschen in ihren Entscheidungen von Hormonen, der eigenen Herkunftsfamilie sowie von spontanen Gefühlen beinflusst werden.
In diesem ausführlichen Artikel erfahren Sie mehr darüber, warum sich Menschen häufig von unbewussten Vorurteilen und Ängsten leiten lassen, was unter der „Kunst der Entscheidung“ zu verstehen ist und welchen Einfluss Stress auf unser Entscheidungsverhalten ausübt.

Einige Entscheidungen im Leben haben haben weitreichende Konsequenzen. Deshalb fallen gerade diese besonders schwer. Nutzen Sie die Möglichkeit einer professionellen Entscheidungsberatung,  um ihre Entscheidungsmöglichkeiten abzuwägen, kritisch zu prüfen, ihren Entschluss sicher umzusetzen oder alternative Lösungsansätze zu entwickeln.