Schlagwort-Archive: Eifersucht

Der Traum „Liebe“

Wie finden sich Paare und wie trennen sie sich? Welchen Einfluss hat die digitale Wende auf das Erleben der ersten Liebe und unsere Emotionen? Warum wählen einige Menschen wiederholt die falschen Partner? Unter welchen Bedingungen gelingt eine stabile Partnerschaft und eine erfüllte Partnerschaft? Wie lässt sich Liebeskummer überwinden? Kann Eifersucht einen Nutzen haben? Wann brauchen Paare professionelle Unterstützung und Beratung?

Aktuelle Beiträge zu diesen und zahlreichen weiteren Themen lesen Sie in der druckfrischen Ausgabe der GEO WISSEN.

Mein Filmtipp – zum Thema Eifersucht

Das Ringen um (neues) Vertrauen, kann eine Partnerschaft auf eine harte Probe stellen. Kommt Eifersucht hinzu und kann nicht bewältgt werden, kann diese mächtige Emotion Beziehungen zerstören.

Anfang September startete in Deutschlands Kinos der Film „Fado“, der diese Thematik auf geschickte Art und Weise aufgreift. Durch die Augen des eifersüchtigen Partners betrachtet, gelingt es dem Film im Zuschauer selbst das Misstrauen zu schaffen und seinen Blick zu trüben. Wie nahe unsere Wahrnehmungen mit der Wirklichkeit verkoppelt sind und wie wenig unsere Wahrnehmung tatsächlich mit der Wirklichkeit zu tun hat, zeigt dieser Film eindrücklich.

Der Trailer zur deutschen Fassung des Films findet sich hier. Sehenswert!

 

Eifersucht

Eifersucht kann sehr anstrengend und zermürbend sein. Für beide Partner. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sie langanhaltend ist und sich mit dem Verlauf der Partnerschaft steigert. Es verwundert somit nicht, dass Eifersucht und Untreue zu den häufigesten Gründen für Trennung und Scheidung zählen.

Welche unterschiedlichen Varianten von Eifersucht gibt es? Welche Eifersuchtsanlässe beschreiben Paare? Wie wird Eifersucht von den Partnern erlebt? Wie wird sie ausgedrückt? Und, wie gelingt es dieses intensive Gefühl „in den Griff zu bekommen“ oder es sogar vollständig zu bewältigen?

Eine aktuelle Studie mit 200 Teilnehmenden der Universität Oldenburg gibt hierauf einige  aufschlussreiche Antworten. Lesen Sie hier mehr.

Mein aktueller Buchtipp – zum Thema Untreue

In dem Ratgeber mit dem Titel „Die Psychologie der Untreue“ legt die Psychologin und Familientherapeutin Glass dar, wie es auch in zufriedenen Partnerschaften durch subtile Grenzüberschreitungen zu Außenbeziehungen kommen kann. Arbeitsplatz wie auch neue Medien bieten vielfältige Möglichkeiten des Kontaktes zu anderen potenziellen Partnern, welche zum Teil schleichend, zeitweise rasant in intime Außenbeziehungen münden.

Paare finden in dem Buch Anregungen und Hinweise, wie sie Untreue in ihrer Beziehung vermeiden, wie sie nach dem Auftreten einer Affäre mit diesem Ereignis umgehen und ihre Beziehung neu gestalten können. Doch auch Menschen, die sich aufgrund von Untreue von ihrem Partner getrennt haben oder verlassen wurden, finden darin Denkanstöße und Erklärungen, welche bei der Bewältigung und Überwindung des Lebensereignisses unterstützen können.

 

Beziehungsfacetten: Polyamorie

Beziehungen sind vielfältig und bunt. Die Liebesbeziehung zu mehr als nur einem Partner zur selben Zeit  – mit dem Wissen und Einverständnis aller Beteiligten – ist eine Möglichkeit.

Warum trotz aller Freiheiten, Eifersucht auch in dieser Beziehungsform eine wichtige Rolle spielen kann und weshalb sie oft ein zeitlicher Balanceakt ist, lesen Sie in diesem interessanten Erfahrungsbericht.

 

 

Der Wille zur Treue – ja, nein, vielleicht…

Der „Reiz des Neuen“ streitet mit dem persönlichen Ego, dem die Fremdbestätigung so gut tut und dieses wiederum mit dem Verstand, der das Risiko abwägt, an gemeinsam Geschaffenes wie auch die Kinder denkt… Was ist also entscheidend dafür, ob wir (lebenslang) treu sind oder nicht? Treue ist in erster Linie ein kognitiver Entscheidungsprozess – die willentliche Entscheidung für die sexuelle und emotionale Exklusivität in der Partnerschaft. Lesen Sie hier mehr zu einem hochaktuellen Thema, das nicht wenige Paare auch in der Paarberatung beschäftigt.

Treue – die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Verbindlichkeit, Exklusivität und damit auch Treue in der Partnerschaft werden von den meisten Menschen gewünscht – unabhängig von Alter und Geschlecht. In Paarberatung und Paartherapie wird dabei weiderholt deutlich, dass jeder und jedes Paar für sich definiert, was Treue eigentlich bedeutet. Das heißt, es muss auch nicht zwingend zu Körperkontakt oder gar zum Äußersten kommen. Erste Untersuchungen weisen auf eine starke Tendenz zur Untreue mittels neuer Medien, wie Internetforen und mobile Nachrichtenapps hin. Nicht selten ist es der „Reiz des Unbekannten“, der selbst zufriedene Partner fremdgehen lässt. Lesen Sie hier mehr zu dem Thema.

Smartphones – Risiken und Nebenwirkungen der „grenzenlosen“ Beziehung für Paar

Die Kommunikation via Smartphone kann die Organisation und Rhythmisierung des Alltags deutlich vereinfachen und nicht zuletzt schafft diese Form der Kommunikation für Paare auch Abwechslung. Warum Smartphones die Paarbeziehung dennoch nicht unter allem Umständen  leichter macht, zeigt auch dieser interessante Artikel.

Untreue und Internet,

Einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 1994 zufolge, gaben 27,6% der Männer und 26,3% der Frauen zwischen dem 20. und 41. Lebensjahr an, schon einmal untreu in ihrer Beziehung geworden zu sein (Laumann et al.). Aktuellere Untersuchungen zeigen, dass ca. 40-50% der Befragten im Verlaufe Ihres Lebens untreu sind (u.a. Kröger et al., 2010). Dabei ist Untreue bei beiden Geschlechtern ähnlich oft zu verzeichnen (Plack et al., 2010) Frauen sind häufiger emotional untreu, während Männer eher körperlich  sexuell untreu sind (Sheppard et al., 1995). Bei der zusammenhängenden Betrachtung sexueller und emotionaler Untreue liegen Frauen mit 50,6% sogar höher als Männer (39,3%) (Brand et al., 2007). Insgesamt herrscht in der Forschung jedoch keine Einigkeit über das Auftreten von Untreue in Partnerschaften, da eine hohe Dunkelziffer anzunehmen ist. Es lässt sich jedoch davon ausgehen, dass rund 30-50% der Paare von dieser ernsthaften Herausforderung und Krise für eine Beziehung betroffen sind. Steigende Zahlen lassen sich bezüglich sexueller Untreue im bzw. mittels Internet verzeichnen. Hierzu gehört u.a. das Flirten mit Online-Bekanntschaft(en), Gespräche oder Chats mit sexuellen Inhalten, Masturbation während des Chattens, der Austausch von Nacktfotos oder Nacktheit mittels Webcam und nicht zuletzt der Konsum von Pornographie , der ebenfalls häufig als Treuebruch aufgefasst wird(u.a. Mileham , 2007). Immer häufiger nutzen Menschen das Internet, um (Außen-)Beziehungen aufzubauen. 42% gehen dabei explizit eine Affäre ein (Hertlein & Piercy, 2006) und 30% führen diese Affäre offline bzw. über das Internet hinaus weiter (Mileham, 2007; Underwood & Findlay, 2004). Es ist anzunehmen, dass Untreue mittels Internet in seiner Bedeutung für Partnerschaften und damit auch als Thema in Paarberatung und Paartherapie weiter ansteigen wird