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Erschöpfung ist weder Schwäche noch Versagen

Wer sich erschöpft, kraftlos und ausgelauft fühlt oder bereits von Burnout betroffen ist, hat zuvor in etwas investiert, was ihm viel bedeutete bzw. sich pflichtbewusst und zuverlässig verhalten.

In der aktuellen Psychologie heute lesen Sie u.a. warum Psychologen und Forscher Erschöpfung und Burnout als wesentliche Kompetenz betrachten; warum das Motto „Achtsamkeit“ oft mit fälschlichen Ideen verwechselt wird; welche Grenzen Altruismus hat und wie Sie prüfen können, ob Ihre Vorsätze für das neue Jahr realistisch sind.

Mein aktueller Buchtipp – Für Menschen, deren Partner an einer Depression leidet

Häufig fällt es Angehörigen schwer, die Lebenswelt des Partners mit Depressionen zu verstehen. Dabei den richtigen Umgang mit ihm zu finden, stellt eine fortwährende Herausforderung dar, die nicht selten in körperliche, seelische Ermüdung und innere Zerrissenheit mündet.

Matthew Johnstone hat auch für diese Menschen einen praktischen, einfühlsamen und dezent humorvollen Ratgeber mit dem Titel „Mit dem schwarzen Hund leben: Wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlierenveröffentlicht. Er widmet sich dabei Fragen, wie man eine Depression frühzeitig erkennen und was man dagegen tun, aber auch nicht tun kann. Er blickt außerdem darauf, wie man als Partner angemessen begleitet und unterstützt, ohne dabei seine eigene Gesundheit zu gefährden.
Ein Buch, das Verständnis für die Hilflosigkeit und Erschöpfung mitbetroffener Menschen zeigt und mit wenigen Worten und liebevollen, treffenden Illustrationen Mut und Hoffnung macht.

 

Wenn Zeit- und Leistungsdruck zu gross werden

Ängste, starke innere Unruhe, depressive Verstimmungen sowie der Wunsch sich emotional zu stabilisieren oder nach der Arbeitszeit noch ausreichend Energie für Familie und Freizeit zu haben, sind laut aktuellstem DAK-Report Gründe dafür, dass immer mehr Beschäftigte zu verschreibungspflichtigen Leistungssteigerern greifen.
Welche Unterschiede es zwischen Männern und Frauen gibt, ihre Leistungsfähigkeit durch Medikamente zu erhöhen oder abzusichern und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sein können, lesen Sie in in diesem Artikel.

Blog Paarconsulting Leistungsdruck Symbolbild

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Wenn Partnerschaft und Familie zerbrechen

Wenn eine Partnerschaft zerbricht und damit auch die Familie, sind Verunsicherung,   Einsamkeit, Wut, Trauer und Hilflosigkeit groß. Gefühle des Scheiterns, Schuld und Ängste können hinzukommen. Es ist alles andere als einfach, mit dieser neuen und dabei existenziellen Situation umzugehen und zu akzeptieren, dass sich die eigenen Vorstellungen und Wünsche von Ehe und Familie nicht realisieren ließen.

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Besonders schwierig ist die Situation, wenn Kinder mitbetroffen sind. Der Kontakt zu den Kindern verändert sich und sie für Tage oder Wochen nicht sehen, an ihrem Alltag nicht regelmäßig teilhaben zu können, erfordert Loslassen noch einmal auf einer ganz anderen Ebene.

Im Falle einer Trennung ist es hilfreich, in einer (gemeinsamen) Trennungsberatung u.a. zu klären, wie der Trennungs- oder Scheidungsentschluss den Kindern altersgerecht mitgeteilt werden kann. Zudem kann gemeinsam besprochen werden, welche nächsten Schritte konkret für die Partner und zum Wohl der Kindern zu gehen sind.

Hilfreich ist eine Trennungsberatung weiterhin, um zu erarbeiten, wie Sie kreisende Gedanken, Schuldgefühle oder Ängste überwinden und auf neue Gedanken kommen  können. Sinnvoll kann es außerdem sein, darauf zu blicken, wie Sie Motivation für hilfreiche Veränderungen schöpfen und die Trennung von Partner und Familie so verarbeiten können, dass Sie letztlich gestärkt daraus hervorgehen.

Anregungen und Tipps zu diesem Thema finden Sie auch in diesem Buch von Ramona Jakob.

Leben mit unerfülltem Kinderwunsch

Nicht nur Paare, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt, stehen vor großen Herausforderungen. Ebenso Menschen, denen der Partner zur Familiengründung fehlt, können Kinderlosigkeit als einen verlorenen Lebenswunsch oder den Abschied eines wesentlichen Lebensziels empfinden.
Die Gefühle schwanken häufig zwischen tiefer Enttäuschung, Niedergeschlagenheit, Scham, Wut und Verzweiflung. Denn die Kinderlosigkeit stellt die eigene Zukunftsplanung und bewusst gewählte Lebensinhalte in Frage.

Paarberater und Eheberater empfehlen, sich zunächst ausreichend Zeit zu geben und die Trauer zuzulassen. Erst dann wird es möglich, neue Ziele und Lebensinhalte zu entwickeln.

Doch zur Akzeptanz des unerfüllten Kinderwunsches ist es ein beschwerlicher Weg mit hohen emotionalen Belastungen. Laut einer Studie vom Robert-Koch-Institut entwickeln fast 50% aller kinderlos gebliebenen Frauen und Männer – trotz unterschiedlicher Umgangsweisen –  im Verlauf des Bewältigungsprozesses eine depressive Phase. Deshalb kann es sinnvoll sein, rechtzeitig professionelle Hilfe zu nutzen – aber auch dann, wenn ein wohlwollender, nachsichtiger Umgang in der Partnerschaft durch Schuldgefühle und gegenseitige Vorwürfe nicht mehr möglich ist. Doch häufig leiden betroffene Menschen im Verborgenen. Lesen Sie hierzu in diesem Artikel mehr.

Späte Elternschaft – Fluch oder Segen?

Eine 2012 im „British Medical Journal“ veröffentlichte Studie zeigt, dass Mütter im Alter von vierzig Jahren im Vergleich zu jungen Müttern im Alter von 20 Jahren deutliche Vorteile für das Wohl ihrer Kinder bedeuten. Berücksichtigt wurden dabei u.a. regelmäßige Gesundheitsvorsorge, Krankenhausaufenthalte sowie die Sprachentwicklung von Kleinkindern.
Eine aktuelle Untersuchung der Pennsylvania State University weist nun aber darauf hin, dass „alte Eltern“ deutlich höhere Stressbelastungen und daraus resultierend ein höheres Risiko für die Erkrankung an einer Depression zeigen, wenn sie ihre jungen, erwachsenen Kinder noch unterstützen müssen. Deutlich wurde hierbei, dass jedoch zwischen materieller und nicht-materieller Unterstützung (Ratschläge, Gespräche) zu unterscheiden ist.
Lesen Sie mehr.

Mein heutiger Buchtipp – als Paar die Depression besiegen

Die Erkrankung an einer Depression stellt nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für seinen Partner eine enorme Herausforderung dar. Forschungsergebnisse zeigen, dass sowohl bei der Entstehung von Depression und deren Verlauf die Partnerschaftsqualität hohen Einfluss besitzt. Das Buch „Depression und Partnerschaft. Hintergründe und Hilfen“ von Prof. Dr. Guy Bodenmann veranschaulicht, wie diese Zusammenhänge und eine angemessene Unterstützung des Partners aussehen. Dabei stellt es heraus, dass bei der Behandlung einer Depression der Partner einbezogen werden sollte bzw. parallel zur Behandlung eine Paarberatung oder Paartherapie unterstützend wirken kann. Im Gegensatz zu einer ausschließlich individuellen Therapie lässt sich damit u.a. das Rückfallrisiko deutlich reduzieren.

Herbst- und Winterdepression oder Stimmungstief?

Wer an einer Depression erkrankt, leidet unter länger anhaltender Interessen- und Antriebslosigkeit sowie gedrückter Stimmung.  Dabei unterscheidet sich die Erkrankung deutlich von Erschöpfungsgefühlen, zwischenzeitlichen Stimmungstiefs oder Gefühlen von Mutlosigkeit und Trauer. Obwohl diese Erkrankung weit verbreitet ist, wird sie dennoch häufig nicht ernst genommen, erkannt und angemessen behandelt. Informationen zu Ursachen von Depression, Symptomen und Diagnose sowie Vorbeugung und erfolgversprechenden Therapieansätzen finden Sie hier: Link.